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Studienrichtung Geschichte

Die Geschichtswissenschaft befasst sich zwar mit dem menschlichen Tun in der Vergangenheit, schafft jedoch Bezüge und gibt Erklärungen zur Gegenwart und Zukunft.

Fachgebiet

Geschichte, Bundesbrief
Geschichte,  © Wikimedia

Stur die Daten von Kriegen und Namen von Königen auswendig lernen, wie man es aus dem Schulfach Geschichte vielleicht kennt, war gestern! Geschichte als Wissenschaft hat viele Ebenen und Funktionen: Über verschiedene Zeiträume und geografische Schauplätze hinweg wird versucht, das menschliche Tun in der Vergangenheit zu rekonstruieren. Dieses Wissen soll natürlich zu Erkenntnissen über frühere Zeiten führen, aber auch Entwicklungsverläufe aufzeigen, Schlüsse auf das Hier und Jetzt zulassen oder sogar Prognosen für die Zukunft stellen. Dies macht die Geschichte auch zu einer Historisch-kritischen Sozialwissenschaft.
Bei der wissenschaftlichen Auseinandersetzung mit historischen Themen muss das untersuchte Gebiet eingegrenzt und die Fragenstellung konkretisiert werden. Die Geschichtswissenschaft befasst sich mit der Geschichte (oder den Geschichten) verschiedener Kulturen, Sozialgruppen, Staaten, Religionen, Geschlechter oder sogar einzelner Leute. Dabei können unterschiedliche Fragestellungen von Interesse sein: Das Denken, Fühlen und Handeln einzelner Personen oder Gruppen, das komplexe Zusammenspiel kultureller, politischer und wirtschaftlicher Gesellschaftsstrukturen, usw. So ist der Fokus oder der Betrachtungswinkel einmal sehr offen (z.B. Geschichte des Mittelalters) oder eher eng (z.B. Das Engagement der Missionare von Immensee für die Befreiungsbewegung in Simbabwe).
Es ist auch eine andere systematische Einteilung möglich:

Geschichte, Bundesbrief

Geschichte,  © Wikimedia

  • Sozialgeschichte
  • Religionsgeschichte
  • Wirtschaftsgeschichte
  • Umweltgeschichte
  • Geschlechtergeschichte usw.

Epochen:

  • Antike/Alte Geschichte
    bezeichnet die Zeit von der allmählichen Herausbildung der griechischen Staatenwelt bis zum Ende des weströmischen Reichs im Jahr 476 bzw. bis zum Tod des oströmischen Kaisers Justinian I. 565.
  • Mittelalter
    steht für die Epoche zwischen dem Ende der Antike und dem Beginn der Neuzeit (ca. 6. bis 15. Jahrhundert).
  • Neuzeit
    bezeichnet die Wende vom 15. zum 16. Jahrhundert.
  • Zeitgeschichte
    ist im deutschen Sprachraum jene Epoche der Späten Neuzeit, die zumindest ein Teil der Zeitgenossen bewusst miterlebt hat.

Studium

Studieninhalte

Geschichte kann an den Universitäten Basel, Bern, Freiburg, Genf, Lausanne, Luzern, Neuchâtel, Zürich und auch an der Fernuni Schweiz studiert werden. Fast immer wird das Fach mit einem zweiten Fach kombiniert. Je nach Universität kann man sich schon früh auf eine Epoche konzentrieren und eigene Schwerpunkte setzen.
Geschichte studieren bedeutet, sich die Inhalte des Studiums häufig selbst "zusammen zu suchen". Jedes Semester wird von neuem gestaltet und das Nebenfach/die Nebenfächer müssen untergebracht sein, was viel Selbständigkeit in der Organisation und Planung verlangt.
Wer Geschichte studiert, ist viel mit Lesen von Quellen und Texten sowie mit dem Schreiben von Seminararbeiten beschäftigt.
Nachfolgend sind beispielhaft die Titel einiger Veranstaltungen aufgelistet, um einen Eindruck des Studienangebotes zu vermitteln:

  • Quellenkunde Antike
  • Verliebt, verlobt, verwitwet. Handlungsräume von Witwen in Zürich vor und nach der Reformation
  • Die freien Künste - Was studierte man im Mittelalter?
  • Foreign Devils and the Yellow Peril: China und der Westen seit den Opiumkriegen
  • Laboratorium der Gewalt: Kollektivierung und Entkulakisierung in der frühen Sowjetzeit
  • Quantitative Wirtschaftsgeschichte
  • Die Schweiz in Afrika
  • Bilder als Gegenstand historischer Forschung - Malerei und Fotografie
  • Einführung in die Volkswirtschaftslehre für Historiker/- innen
K. H. studiert Geschichte und Englisch im 7. Semester an der Uni Bern

«Ich bin begeistert von der freien Kurswahl in beiden Studienrichtungen.»

Mehr dazu

Anforderungen

Persönliche Voraussetzungen

Neben formalen Qualifikationen, wie z. B. der Matura sollte man für das Geschichtsstudium bestimmte persönliche Voraussetzungen mitbringen. Dazu zählen: Freude am Lesen von Büchern und Quellen und am Schreiben eigener Texte, ein sicherer Umgang mit der deutschen Sprache und Durchhaltevermögen, auch wenn es um schwierige Texte oder komplizierte Sachverhalte geht. Auch eine hohe Selbstmotivation sowie die Bereitschaft, aktiv etwas aus dem Studium "zu machen" sind wichtig. Dieses Engagement kann sich beim Übergang vom Studium in den Beruf auszahlen!

Latein und Griechisch

Das Latein ist für die Zulassung zum Bachelorstudium Geschichte an den meisten Universitäten keine Voraussetzung, für das Masterstudium jedoch häufig schon. Die verlangten Lateinkenntnisse (meist kleines Latinum) können während des Bachelorstudiums nachgeholt werden. Wer Alte Geschichte studieren möchte, muss auf Masterebene Latein- und Griechischkenntnisse vorweisen.
Weitere Informationen: Zulassung Universitäre Hochschulen UH > Zusätzliche Anforderungen

Zulassung, Anmeldung und Studienbeginn

Informationen zur Zulassung an die verschiedenen Hochschulen sowie zur Anmeldung und dem Studienbeginn finden Sie unter Zulassung, Anmeldung, Studienbeginn.

Studiengänge im Detail

Eidgenössische Technische Hochschule Zürich ETHZ

Universitäre Fernstudien Schweiz

Beruf

Häufige Tätigkeitsfelder

Die Vergangenheitsrekonstruktion soll die Frage beantworten, wie etwas geworden ist. Diese Rekonstruktion bleibt immer bruchstückhaft und unsicher: Wer Informationen sucht, wird immer nur diejenigen Ausschnitte der Vergangenheit erfassen, auf die sich der Fokus durch die Fragestellung richtet. Und auch die geschichtlichen Quellen enthalten nur Bruchstücke der Vergangenheit. Jede Tatsachenforschung ist damit gleichzeitig Deutung und Interpretation des Vorgefundenen.
Geschichtswissenschaft kann aber genauso als historisch-kritische Sozialwissenschaft verstanden werden. Sie liefert auch die Information wie Entwicklungslinien verlaufen könnten. Wie haben sich Lebensweisen, soziale und ökonomische Strukturen, Institutionen und die Bilder, die sich Menschen von ihnen machen, verändert? Die Fragen, die Historiker/innen an die Vergangenheit richten, sind immer im Verhältnis zu Problemstellungen der Gegenwart. Wer diese Informationen zu nutzen versteht, kann die Zukunft mitgestalten.
Historikerinnen und Historiker sind also stets auf der Suche nach Spuren in Form von schriftlichen oder bildlichen Hinterlassenschaften, auf welchen Sie Ihre Vermutungen und Theorien aufbauen und weiterentwickeln können. Quellenfundierung und Quellenkritik bilden die Grundlage dieser Auseinandersetzung und der Rekonstruktion des Vergangenen. Zuerst wird das Problem oder die Fragestellung in Bezug auf das ausgewählte Objekt in der Vergangenheit formuliert. Durch systematisches und auf Quellen abgestütztes Arbeiten können so Schlussfolgerungen gezogen werden. Das heisst alles in allem: Viel Lesen, Lesen, Lesen!

Laufbahn und Stellensuche

Weiterbildung

Je nach Berufsperspektive unterschiedliche Angebote

Weiterbildungen lohnen sich dann, wenn sie gezielt eingesetzt werden. Im Idealfall werden sie berufsbegleitend – im dazu passenden Arbeitsgebiet – absolviert. Also zuerst Job, dann Weiterbildung. Natürlich ist dies nicht immer möglich. Es muss aber beachtet werden, dass bei Schwierigkeiten beim Berufseinstieg eine Weiterbildung nicht unbedingt die beste Strategie ist.
Mögliche Weiterbildungen sind beispielsweise:

Weitere

Erwachsenenbildung, Entwicklungszusammenarbeit, Interkulturelle Kommunikation, Ethik usw. Auch Weiterbildungen in fachfremden Gebieten (Sozialwissenschaften/ Sozialwissenschaftliche Methoden, Informatik, Wirtschaft  und Management, PR und Marketing usw.), können in Frage kommen.