Lehrer und Inhaber einer Philosophischen Praxis
Roger Hofer arbeitet als Lehrer und Dozent und bietet philosophische Salons und sokratische Gespräche an.
«Die Lehrtätigkeit am Gymnasium ist anfangs aufwendig, aber auch sehr spannend.»
Laufbahn
Alter/Jahr | Tätigkeit/Ausbildung |
20 | Gymnasiale Maturität: Kantonsschule Zürcher Oberland, Glatttal (ZH) |
23 | Primarlehrerausbildung Kanton Zürich |
30 | Studium der Philosophie und Germanistik: Universität Zürich |
34 | Hauptlehrer für Deutsch und Philosophie: Kantonsschule Im Lee, Winterthur (ZH) |
36 | Promotion in Philosophie: Universität Zürich |
41 | Dozent für Didaktik der Philosophie und Ethik: Universität Zürich |
49 | Habilitation in Gymnasialpädagogik: Universität Zürich |
56 | Philosophische Praxis «Philosophie am Obertor», Winterthur (ZH) |
Wie sieht Ihre aktuelle Tätigkeit aus?
Ich arbeite hauptberuflich als Gymnasiallehrer an der Kantonsschule Im Lee in Winterthur. Ich unterrichte die Fächer Deutsch und Philosophie. Nebenberuflich bilde ich an der Universität Zürich Philosophielehrpersonen auf Gymnasialstufe aus.
Darüber hinaus betreibe ich in Winterthur eine Philosophische Praxis, die sich an ein breites, nicht-akademisches Publikum richtet. Meine Angebote umfassen Einzelgespräche und Gruppenveranstaltungen wie der Philosophische Salon oder das Sokratische Gespräch.
«Unterrichten und Gespräche leben von der Auseinandersetzung mit dem Gegenüber.»
Wie verlief Ihr Berufseinstieg?
In den Fächern Deutsch und Philosophie ist es schwierig, eine Stelle an einem Gymnasium zu finden. Es half mir, dass ich während der Lehrerausbildung Stellvertretungen und Lehraufträge übernehmen konnte. So hatte ich bereits Unterrichtserfahrung, als ich mich am Gymnasium bewarb.
Der Einstieg ist vor allem in den ersten fünf Jahren mit einem grossen Arbeitsaufwand verbunden: Die Lehrfreiheit ist gross und das bedeutet, dass man Vieles selbst entwickeln und ausprobieren muss. Genau das macht die Arbeit natürlich auch sehr spannend.
Welche Tipps geben Sie Studierenden?
Es ist wichtig, dass man schon während der Ausbildung in den Berufsfeldern, die einen interessieren, arbeitet, zum Beispiel in Form von Praktika oder Volontariaten. So können Kontakte geknüpft und ein berufliches Netzwerk aufgebaut werden.
Ausserdem ist es von Vorteil, ein vielseitig interessiertes und neugieriges Wesen zu haben. Diese Eigenschaften erleichtern es, immer wieder neue Aufgaben und Herausforderungen zu übernehmen.
Selbstständige Politikphilosophin
Katja Gentinetta arbeitet als selbstständige Philosophin.
"Es ist wichtig, informiert und vernetzt zu sein."
Katja Gentinetta, © Katja Gentinetta
«Die Breite meiner jetzigen Tätigkeit ergibt sich aus dem vielseitigen Lebenslauf. Die Philosophie ermöglicht es mir, die Dinge sehr grundsätzlich, aber auch pragmatisch zu betrachten.»
Laufbahn
Wirtschaftskolumnistin der NZZ am Sonntag und Moderation der NZZ Standpunkte |
Lehrbeauftragte an den Universitäten St. Gallen, Zürich und Luzern |
Gesprächsleiterin der Sternstunde Philosophie am Schweizer Fernsehen |
Schritt in die Selbstständigkeit als Politikphilosophin und -beraterin |
Stellvertretende Direktorin der Denkfabrik «Avenir Suisse» |
Berufsbegleitende Weiterbildungen in den Bereichen Führung, Moderation, Kommunikation |
Programm «Senior Managers in Government» der Harvard Kennedy School |
Verantwortliche für Strategie und Aussenbeziehungen, Staatskanzlei, Kanton Aargau |
Promotion bei Georg Kohler an der Universität Zürich in politischer Philosophie |
Projektleitung des Aargauer Auftritts an der Expo 02 |
Leitung der spartenübergreifenden Kulturinstitution «Forum Schlossplatz» in Aarau |
Nachdiplomstudium in Kulturmanagement (MAS) am Internationalen Zentrum für Kultur und Management in Salzburg |
Studium der Germanistik, Geschichte und Philosophie in Zürich und Paris |
Jetzige Tätigkeit
Als Politikphilosophin publiziere, doziere und moderiere ich im In- und Ausland regelmässig zu gesellschafts- und wirtschaftspolitischen Themen. Zusammen mit dem Chefredaktor moderiere ich die NZZ TV Standpunkte und schreibe als Wirtschaftskolumnistin in der NZZ am Sonntag. Als Verwaltungs- und Stiftungsrätin sowie Mitglied der Versammlung und des Rats (strategische Führungsorgane) des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz (IKRK) befasse ich mich mit strategischen Unternehmensfragen.
Berufseinstieg
Für die erste Stelle – die Leitung des Forum Schlossplatz – hat man mich angefragt. Grund war ein grösseres Kulturprojekt, das ich für das Ausstellungs- und Ausbildungshaus Stapferhaus realisiert hatte.
Tipps
Ich habe immer darauf geachtet, in den mir wichtigen Themen informiert und vernetzt zu sein.