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Studienrichtung Logopädie

Logopädie setzt sich mit Störungen der Sprache, des Sprechens, der Stimme und des Schluckens bei Personen jeden Alters auseinander. Ihr Ziel ist die Förderung der mündlichen und schriftlichen Kommunikationsfähigkeit.

Fachgebiet

Logopädie
Logopädie, © Alamy Stock Photo/Nayoric Pino

Die Logopädie befasst sich mit der Prävention, Diagnose und Therapie von Auffälligkeiten im Bereich der Sprache, des Sprechens, der Stimme, des Schluckens sowie des Lesens und des Schreibens bei Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen infolge einer Behinderung, einer Krankheit oder eines Unfalls. Je nach Art der Störung und deren Ursachen ist die logopädische Tätigkeit eher pädagogisch-therapeutisch oder eher medizinisch-therapeutisch ausgerichtet. Zudem umfasst die Logopädie auch die Beratung von Eltern, Angehörigen und Fachpersonen im weiteren interdisziplinären Umfeld.

Logopädie

Logopädie, © Alamy Stock Photo/Nayoric Pino

Studium

Das Studium der Logopädie beinhaltet neben den spezifisch logopädischen Fächern wie Diagnostik, Sprachaufbau, Stimm-, Sprech- und Schluckstörungen sowie therapeutische Interventionen und Werkzeuge auch Module aus verschiedenen anderen Fachdisziplinen und Bezugswissenschaften, insbesondere:

  • Pädagogik, Heil- und Sonderpädagogik
  • Linguistik
  • Allgemeine und fachspezifische Grundlagen der Medizin wie Neurologie, Phoniatrie oder Audiologie
  • Psychologische, rechtliche und sozialwissenschaftliche Grundlagen

Im Studium integrierte Praktika bieten Gelegenheit, das Gelernte in die Praxis umzusetzen.

Die Studienabschlüsse sind von der Schweizerischen Konferenz der kantonalen Erziehungsdirektoren EDK anerkannt und berechtigen zur Berufsausübung in der ganzen Schweiz. Von den Universitäten Neuenburg und Genf ist dafür ein Masterabschluss erforderlich, von den übrigen Hochschulen reicht ein Bachelordiplom.

Ein Bachelorabschluss in Logopädie schafft auch Zugang zu einem Masterstudium in Sonderpädagogik, teilweise mit zusätzlichen Auflagen.

«Wir erstellen Therapiepläne, formulieren Therapieziele oder bereiten uns auf ein hypothetisches Elterngespräch vor.»

Zu den Testimonials

Anforderungen

Gute Voraussetzungen für das Logopädiestudium sind Interesse und Freude an der Arbeit mit unterschiedlichen Menschen mit und ohne Behinderung. Soziale und kommunikative Fähigkeiten, Interesse an der Sprache, Emotionale Stabilität, Geduld und Einfühlungsvermögen sind ebenso gefragt wie die Fähigkeit zur Selbstreflexion und die Bereitschaft zu lebenslangem Lernen.

Zusätzliche Anforderungen

Weitere Bedingungen für die Zulassung zu den Logopädie-Studiengängen sind das Beherrschen der deutschen bzw. französischen Sprache in Wort und Schrift sowie ein phoniatrisches und/oder logopädisches Gutachten. Auch wird ein Vorpraktikum vorausgesetzt. Manche Hochschulen verlangen zudem das Bestehen einer Eignungsprüfung. Da sich die Zulassungsbedingungen verändern können, ist es empfehlenswert, sich stets direkt bei der Hochschule zu informieren oder nachzufragen.

Unterschiede Universitäre Hochschulen und Fachhochschulen

Mehr zu den Unterschieden und Gemeinsamkeiten zwischen Fachhochschulen FH und Universitären Hochschulen UH: Vergleich der Hochschultypen - Hochschultypen im Überblick

Forschungsthemen

Einige Beispiele aktueller Forschungsprojekte im Bereich der Logopädie:

  • Assistierende Technologien bei Lese-Rechtschreib-Störungen
  • Digital unterstützte Spontansprachanalyse
  • Intervention «Bewegung und Stimme» für Menschen mit Parkinson
  • Textschreiben bei Kindern – Einflüsse verschiedener Schreibkomponenten auf den Textschreibprozess in der dritten und fünften Klassenstufe
  • Ultraschall in der Schluckabklärung

Zulassung, Anmeldung und Studienbeginn

Informationen zur Zulassung an die verschiedenen Hochschulen sowie zur Anmeldung und dem Studienbeginn finden sich unter Zulassung, Anmeldung, Studienbeginn.



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