Sanitärinstallateur/in EFZ
Sanitärinstallateurinnen und Sanitärinstallateure planen und montieren in Neu- und Umbauten Leitungen für Trink- und Abwasser sowie Erdgas. In Küche, Bad und WC schliessen sie sanitäre Apparate und Armaturen an. Sie verantworten die fach- und termingerechte Ausführung ihres Auftrags. Sie führen Unterhaltsarbeiten, Wartungen, Reparaturen und Sanierungen aus.
- Bildungstypen
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Grundbildung (Lehre)
- Berufsfelder
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Gebäudetechnik
- Branchen
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Gebäudetechnik: Spenglerei, Sanitär, Heizung, Lüftung, Klima
- Swissdoc
-
0.440.43.0
Aktualisiert 20.03.2025
Tätigkeiten
Sie üben folgende Tätigkeiten aus:
Tätigkeiten als Poster anschauen (PDF, 1,3 MB)
Arbeiten planen
- Baupläne studieren und Bedürfnisse der Kundschaft aufnehmen
- einfache Installationspläne zeichnen und Masse berechnen
- Menge der benötigten Teile berechnen und Termine festlegen
- Pläne für die Montage der Systeme erstellen
- Transport und Lagerung des Materials auf der Baustelle organisieren
- Baustelle sichern
- die genauen Arbeitsschritte in der Werkstatt und auf der Baustelle planen
Leitungen installieren
- Leitungen für Wasser, Gas oder Abwasser gemäss Plan anfertigen und montieren: Rohre zuschneiden, Anschlüsse und Biegungen anbringen, Teile zusammenbauen, verschrauben, verkleben und schweissen
- Rohrleitungen in Wänden, Böden oder Decken gemäss Plänen und Normen verlegen, anpassen und befestigen
- Armaturen mit den Leitungen verbinden und Anlagen an das öffentliche Netz anschliessen
- Dichtheit gemäss Richtlinien prüfen und Ergebnisse dokumentieren
- Leitungen isolieren
- Anlagen in Betrieb nehmen, Druck einstellen und kontrollieren
Sanitäranlagen montieren
- verschiedene Sanitäranlagen wie WCs, Badewanne und Lavabos sowie Maschinen wie Boiler und Waschmaschinen installieren
- Armaturen und Zubehör, zum Beispiel Glashalter und Duschstange, anbringen und Anschlüsse verlegen
- Solaranlagen oder WC-Belüftungssysteme gemäss Anleitung der Lieferanten installieren
- Anschlüsse von Elektrofachleuten überprüfen lassen
- Endkontrolle durchführen und Berichte schreiben
Anlagen reparieren und instand halten
- Leitungen sicher demontieren, anpassen oder ersetzen
- Lecks finden und beheben, Verstopfungen von Toilettenspülungen beseitigen, Boiler entkalken
- beschädigte Sanitärapparate, Wasserhähne, Dichtungen und Filter austauschen
- Wartungsarbeiten bei der Kundschaft ausführen
- Materialien zerlegen, sortieren und umweltgerecht entsorgen
- Werkzeuge und Maschinen instand halten
Ausbildung
Bildung in beruflicher Praxis
In einem Betrieb für sanitäre Installationen oder einem gemischten Betrieb Heizung-Lüftung-Sanitär.
Schulische Bildung
1 Tag pro Woche an der Berufsfachschule.
Überbetriebliche Kurse
Berufliche Grundlagen erlernen, vertiefen und üben, 49 Tage während 4 Jahren.
Dauer
4 Jahre
Inhalt
- Planen der Arbeiten
- Installieren von Versorgungsleitungen Trinkwasser
- Installieren von Versorgungsleitungen Erdgas
- Installieren von Entsorgungsleitungen
- Installieren von Vorwandsystemen
- Montieren von sanitären Anlagen und Apparaten
- Durchführen von Abschlussarbeiten
Berufsmaturität
Bei sehr guten schulischen Leistungen können die Lernenden zusätzlich die Berufsmaturitätsschule besuchen.
Abschluss
Sanitärinstallateur/in EFZ
Voraussetzungen
Vorbildung
- obligatorische Schule abgeschlossen
Anforderungen
- handwerkliches Geschick
- praktisches Verständnis
- technisches Verständnis
- räumliches Vorstellungsvermögen
- körperliche Beweglichkeit
- robuste Gesundheit
- Teamfähigkeit
Weiterbildung
Kurse
Angebote von Fach- und Berufsfachschulen, von Unternehmen der Gebäudetechnikbranche sowie von suissetec.
Zusatzlehre
Sanitärinstallateure/-installateurinnen können in der Regel eine verkürzte Lehre als Spengler/in EFZ, Heizungsinstallateur/in EFZ, Lüftungsanlagenbauer/in EFZ oder Gebäudetechnikplaner/in Sanitär EFZ machen.
Berufsprüfung (BP)
Mit eidg. Fachausweis, zum Beispiel:
- Chefmonteur/in Sanitär
- Energieberater/in Gebäude
- Projektleiter/in Gebäudetechnik
Höhere Fachprüfung (HFP)
Zum Beispiel Sanitärmeister/in mit eidg. Diplom oder Sanitärplaner/in mit eidg. Diplom.
Höhere Fachschule (HF)
Bildungsgänge in verwandten Fachbereichen, zum Beispiel dipl. Gebäudetechniker/in HF.
Fachhochschule (FH)
Studiengänge in verwandten Bereichen, zum Beispiel Bachelor of Science in Gebäudetechnik/Energie. Je nach Fachhochschule gelten unterschiedliche Zulassungsbedingungen.
Berufsverhältnisse
Sanitärinstallateurinnen und Sanitärinstallateure arbeiten zu zweit oder in kleinen Teams sowohl in der Werkstatt als auch auf der Baustelle. Je nach Arbeit tragen sie eine Schutzausrüstung mit Sicherheitsschuhen, Brille und Helm. Die Berufsleute arbeiten eng mit Architektinnen und Architekten und weiteren Fachleuten der Gebäudetechnik zusammen. Sie haben zum Teil auch Kundenkontakt. Die Arbeitszeiten sind regelmässig. In Notfällen müssen sie aber manchmal ausserhalb der Arbeitszeiten arbeiten, um Schäden im Wassernetz rasch zu beheben.
Sanitärinstallateurinnen und Sanitärinstallateure arbeiten meistens in mittelgrossen oder grossen Sanitärinstallationsbetrieben oder in kombinierten Sanitär-Heizung- oder Sanitär-Spengler-Betrieben. Mit zunehmender Erfahrung können sie verantwortungsvolle Positionen übernehmen, zum Beispiel als Teamleiterin oder als Baustellenleiter. Einige machen sich auch selbstständig oder leiten Filialen von grossen Unternehmen.
Weitere Informationen
Adressen
Schweizerisch-Liechtensteinischer Gebäudetechnikverband (suissetec)
Auf der Mauer 11
Postfach
8021 Zürich 1
Tel.: +41 43 244 73 00
URL: https://www.suissetec.ch
URL: https://www.toplehrstellen.ch
URL: https://bildung.suissetec.ch/
E-Mail:
Statistiken
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Statistiken EBA und EFZ
Abschlüsse nach Ausbildungstyp, Beruf, Geschlecht und Kanton [Excel, 173 KB]
Gesetzliche Grundlagen
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Offizielle Dokumente des SBFI
Verordnung, Prüfungsordnung oder Rahmenlehrplan des Staatssekretariats für Bildung, Forschung und Innovation
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