Medizininformatiker/in FH
Medizininformatikerinnen und Medizininformatiker entwickeln und betreuen IT-Systeme in Spitälern und Praxen. Sie bringen die Digitalisierung der Gesundheitsversorgung voran. Ausserdem analysieren sie medizinische Daten.
- Bildungstypen
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Hochschulberuf
- Berufsfelder
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Informatik - Gesundheit
- Branchen
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ICT: Informatik, Mediamatik - Medizintechnik
- Swissdoc
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0.561.40.0
Aktualisiert 12.03.2025
Tätigkeiten
Sie üben folgende Tätigkeiten aus:
IT-Systeme entwickeln und betreuen
- IT-Systeme für Spitäler und Praxen entwickeln, zum Beispiel eine elektronische Patientenakte oder ein System für digitale Terminverwaltung
- bestehende IT-Systeme warten und aktualisieren, etwa sicherstellen, dass die Systemleistung ausreichend ist
- neue oder verbesserte IT-Systeme einführen
- bei Problemen Fehleranalysen durchführen und Prozesse verbessern
Digitalisierung fördern
- Management von Spitälern und Praxen beraten, beispielsweise bei der Beschaffung von neuen IT-Systemen
- medizinisches Personal im Umgang mit IT-Systemen schulen und unterstützen
- digitale Dienstleistungen entwickeln und umsetzen, etwa Telemedizin-Plattformen oder Gesundheits-Apps
Medizinische Daten auswerten
- medizinische Daten sammeln und auswerten, die helfen, Krankheiten frühzeitig zu erkennen
- Programme entwickeln, die in medizinischen Daten automatisch nach Mustern suchen
- Modelle entwickeln, die vorhersagen, wie gross das Risiko für eine Krankheit ist oder welcher Behandlungsplan am besten passt
- Berichte und Statistiken erstellen
- medizinische Daten vor unerlaubten Zugriffen schützen
Ausbildung
Der Beruf setzt ein abgeschlossenes Studium an einer Fachhochschule voraus.
Üblich ist ein Bachelorabschluss. Informationen zu Studienorten und Studieninhalten: berufsberatung.ch/hochschulen
Dauer
Bachelor: mindestens 3 Jahre Vollzeit
Voraussetzungen
Vorbildung
- Berufsmaturität, Fachmaturität, gymnasiale Maturität oder Abschluss einer Höheren Fachschule in einem verwandten Fachbereich
- und Berufserfahrung oder einjähriges Praktikum in einem verwandten Beruf
Zulassung zum Bildungsgang:
Über Details informieren die Hochschulen.
Anforderungen
- analytisch-konzeptionelle Fähigkeiten
- Verantwortungsbewusstsein
- Organisations- und Planungsgeschick
- systematische Arbeitsweise
- vernetztes Denken und Handeln
Weiterbildung
Nach dem Studium
Hochschulen und Verbände bieten verschiedene Möglichkeiten, berufliche Kompetenzen zu vertiefen.
Berufsverhältnisse
Medizininformatikerinnen und Medizininformatiker arbeiten vorwiegend im Büro. Sie arbeiten mit Informatikerinnen, Entwicklern, medizinischem Personal sowie Führungskräften zusammen. Ihre Arbeitszeiten sind regelmässig.
Medizininformatikerinnen und Medizininformatiker finden Anstellungen in Spitälern, Praxen, Forschungsinstituten und in der öffentlichen Verwaltung. Die Berufsleute sind auf dem Arbeitsmarkt gefragt.